frau fällt an ihrem Schreibtisch erschöpft auf die Arbeitsplatte und hält sich den Kopf

Burnout – Am Ende steht die totale Erschöpfung

17.08.2026, Frauke Stoermer

Wenn sich der Teufelskreis erst einmal dreht, kann er sich bis in den Burnout weiterdrehen. Am Ende steht dann oftmals die totale Erschöpfung oder Depression. So weit sollten wir es gar nicht erst kommen lassen. Die Zahl der an Burnout leidenden Menschen in deutschen Unternehmen hat sich von 2004 bis 2010 laut des Wissenschaftlichen Instituts der AOK fast verneunfacht. Und der Trend geht weiter: Der DAK-Gesundheitsreport lässt tief blicken – 2013 stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen von 1997 bis 20212 um 165 % an. 17,1 % der Ausfalltage entfallen auf psychische Erkrankungen. Burnout ist dabei, zur „Volkskrankheit“ zu werden – dabei ist Burnout keine Erkrankung. Die Grenzen zwischen psychischer und physischer Erschöpfung sowie Depression sind fließend.

Phasen eines Burnout

Letztlich verläuft ein Burnout in verschieden beschriebenen Phasen. Am Anfang steht hohes Engagement und eine große Arbeitsbereitschaft, in der Stress noch als motivierender Antreiber fungiert. Betroffene stehen unter hohem Druck. In der zweiten Phase ist die Erschöpfung bereits so groß, dass Geist und Körper nicht mehr die vorherige Leistung erbringen können – die Reserven sind nahezu aufgebraucht. Fehlen die, hat der Organismus keine Ressourcen zur Regulation. In dieser Phase kann eine intensive Stressreduktion noch zu Verbesserungen führen. Gelingt das nicht, sollten Betroffen auch auf körperlicher Ebene etwas tun – z.B. mit Mikronährstoffen oder Umgestaltung der Arbeitsbedigungen. Hat der Organismus die Reserven erst einmal ganz verbraucht, wird es schwer, mit eigener Kraft wieder aus dem Teufelskreis herauszukommen. Doch die gute Botschaft:

Einmal erkannt, Gefahr gebannt, wenn wir uns Hilfe holen. Der Teufelskreis lässt sich innerhalb der verschiedenen Phasen jederzeit zurückdrehen.

Verstehen und Emotionen – eine Kurzbeschreibung 

Der anfängliche Stress und hohe Druck wird zwar wahrgenommen, aber wirkliche Zeiten der Regenration bleiben sehr häufig unberücksichtigt. Es kommt zu zunehmender Unzufriedenheit – Betroffene fühlen sich überfordert und die Arbeitsqualität nimmt ab. Es tritt körperliche und emotionale Erschöpfung auf – begleitet von Lustlosigkeit. Die Betroffenen ziehen sich immer mehr zurück, gehen in Distanz zu Mitmenschen und verlieren das Interesse an sozialen Kontakten. Es kommt zu einem Leistungsabfall, was zu noch mehr Stress und Selbstzweifeln führt. Jetzt wird der Stress auch vemehrt wahrgenommen, es folgen kommen körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Kopf-, Bauch oder Rückenschmerzen, hinzu. In Bezug auf die psychische Belastung werden Betroffene immer reizbarer, haben Stimmungsschwankungen und das Gefühl, niemandem mehr gerecht werden zu können. Es können Hoffnungslosigkeit und Panikattacken auftreten. Hier ist schon ein in sich verstärkender Teufelskreis im Gange. Am Ende ist die Erschöpfung so groß, dass Betroffene realisieren, dass sie den Teufelskreis allein nicht mehr durchbrechen können und professionelle Hilfe benötigen. Damit es erst gar nicht dazu kommt, ist es hilfreich, sich bei den ersten Anzeichen mit Stressmanagement und Resilienz auseinanderzusetzen. Dafür benötigt es Energie – denn Regulation, Stressbewältigung und Aufbau verloren gegangener Ressourcen bedeutet Arbeit an sich, an den Arbeitsbedingungen und am persönlichen Denken und eigenem Verhalten.

Es gibt eine wunderbare Maßnahme zur Burnout-Prävention:

  • Die 3×30-Minuten-Regel am Tag

Was sie besagt? 30 Minuten Bewegung. 30 Minuten Entspannung und 30 Minuten etwas Schönes für sich tun.

Wenn Du jetzt sagst, dafür habe ich keine Zeit, das kann ich nicht einbauen – dann solltest Du Dich dringend bei mir melden. 😉

Wir machen es dann gemeinsam möglich.