Warum fokussieren hilft
Story of my life.
Vielleicht kennst Du das: So viele Ideen, Themen, Talente und Leidenschaften, um die Welt zu bewegen und Menschen zu aktivieren und zu unterstützen, die uns umtreiben können. Weiter fortbilden, ausbilden, Neues lernen, Literatur wälzen, Bücher lesen, um zu wachsen und anderen zu helfen ist etwas Wunderbares. Das ist eine Story of my life. Eine schöne. Und dennoch kann hier eine Falle lauern. Wir unterschätzen schnell, wie viel Zeit wir wiederum benötigen, um all das zu sortieren, umzusetzen, immer wieder neue Ziele zu formulieren. Dabei können wir uns schnell verzetteln. Es hilft, einen roten Faden zu finden, und sich auf ein Thema zu fokussieren.
Auf dem Weg probieren wir einiges aus: Das eine gelingt, das andere nicht, dann sollten wir nicht immer weiter in die Optimierung investieren, sondern auch den Mut haben, Themen oder Ziele fallenzulassen und neue zu definieren.
Fokussieren ist ein Weg
Die zweite Story of my life ist die des Fokussierens. Als mir klar war, auf welches Thema ich mich aufgrund von Erfahrungen und Wissen, Expertise, Ausbildung spezialisieren möchte, war vieles einfacher. Ich habe so viel gelernt, gelesen, Fort- und Ausbildungen gemacht, dass es an der Zeit war, all das auf die Straße zu bringen. Das mache ich seit vielen Jahren. Natürlich ist Stress ein weites Feld. Und alle Themenbereiche mit einzubinden, bleibteine Herausforderung. Es geht ja nicht nur um körperliche oder mentale Symptome, sondern auch um Biochemie, Gehirnfunktionen, biopsychosoziale Faktoren, mentale Auswirkungen, psychologische Krankheitsbilder, Psychosomatik, Medizin, das vegetative Nervensystem und vieles mehr. Selbstverständlich sollten wir zu unseren Themen Entwicklungen, neue Erkenntnisse verfolgen und mit aufgreifen. In jedem Fall bleibt ein fokussiertes Arbeiten eine Herausforderung und ein Weg, den es ggf. immer einmal wieder anzupassen gilt.
Wie ich gesehen werden möchte
Und nicht nur inhaltlich ist eine Fokussierung hilfreich, sondern auch das Definieren meiner Zielgruppe, Kennen der Botschaften, die ich vermitteln möchte, das Bewusstsein, welche digitalen Kanäle ich für meine Zielgruppe bespielen möchte. Wie öffentlich möchte ich sein. Wie viel Privates möchte ich preisgeben. Alles wichtige Fragen, um eine Klarheit darüber zu bekommen, wie ich in der Außenwahrnehmung professionell und thematisch gesehen werden möchte.
Insgesamt bedingt das Fokussieren auch eine innere Haltung, eine Identifikation mit Themen, Strömungen, wissenschaftlicher Forschung und Weiterentwicklung. Ent-wicklung bedingt auch immer ein Lösen von Themen, Zielen, Wegen, die ich eingeschlagen habe. Ein Prozess also. Einer, der dem mentalen Training gleichkommt.
Die gute Botschaft: Mentales Training mit Achtsamkeit, Mitgefühl und Perspektivwechsel senkt die Cortisolwerte im Haar nach sechs Monaten im Schnitt um 25 Prozent; bei akuten Stresssituationen sank die Cortisolausschüttung in bestimmten Trainingsgruppen sogar um bis zu 51 Prozent. Die Barmer beruft sich hier auf eine Studie des Max-Planck-Instituts.
Zerstreuung für kreative Prozesse
Für kreative Prozesse ist dann wieder die Zerstreuung wichtig. Das bedeutet offen sein für andere Meinungen und Perspektiven sowie für individuelle Lösungen. Es gibt selten nur eine Lösung für alle. Das Leben ist zu komplex, als dass es einfache Antworten gibt. Manche Knoten, die wir haben, lassen sich auch mit Hilfe von Coaches, Beratern oder Therapeuten lösen. Andere Perspektiven helfen bei eigenen Betrachtungsweisen. Und für beides benötigen wir Zeit – Zeit zur Reflexion. Zeit, immer wieder scharf zu stellen.
Übrigens, wer den Fokus auf Stressreduzierung setzen möchte, am 31. Mai gibt es dazu bei mir wieder die Gelegenheit.
